Jakob Unger

unger

Abschlussjahr: 2012

letzte Hochschule: Leibniz Universität Hannover

Studiengang: Geodäsie und Geoinformatik

Abschluss: Master of  Science

Vertiefungsrichtung: Photogrammetrie

aktuelle Arbeit: Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Photogrammetrie und GeoInformation (IPI), Leibniz Universität Hannover

Kontakt: unger [at] kongeosaurier.de

Stand:  Mai 2015

Kurzvorstellung

ARGEOS / KonGeoS

Mein erstes Treffen der ARGEOS war das 2007 in Dresden. Seitdem bin ich bei den Treffen der ARGEOS regelmäßig dabei, war Leiter der Web-AG und als Webmaster Vorstandsmitglied und als solches an den Arbeiten für den Zusammenschluss mit der KonVers zur heutigen KonGeoS beteiligt. Als Fachschaftssprecher organisierte ich in leitender Funktion das Treffen 2011 in Hannover mit. Nach meinem Abschluss 2012 blieb ich der KonGeoS erst als stellvertretender Vorsitzender und dann als Vorsitzender des Fördervereins erhalten und unterstütze so die Treffen, die für mich immer ein besonderes Highlight eines jeden Semesters ausmachten. Die Vernetzung der Geodäsiestandorte und deren Vertretern sowie der Studierenden mit Arbeitgebern und Berufsverbänden bringt alle weiter und bedeutet nicht zuletzt eine Menge Spaß!

Ausbildung und Studium

Nach meinem Abitur 2006 wurde ich eher spontan zum Geodät, da mir der Studiengang abwechslungsreich erschien, ich dort die Chance sah auch draußen und praktisch zu arbeiten und viele Fachgebiete involviert sind – das erschien mir vielversprechender als mich in eines der mich interessierenden Gebiete wie Informatik, Physik, Mathematik oder Erdkunde zu stürzen. Zusammen mit der geringen Semestergröße und dem Zusammenhalt der „Geodätenfamilie“ erwies sich die Wahl als äußerst gut.

In meiner Bachelorarbeit befasste ich mich mit Kantenextraktionsmethoden mithilfe derer in Luftbildern Fahrspuren in landwirtschaftlichen Flächen gefunden werden um in der Klassifizierung Ackerflächen von Grünland zu unterscheiden. Im Master wählte ich insbesondere Veranstaltungen aus dem Bereich Fernerkundung/Photogrammetrie, da die Möglichkeiten und Einsatzgebiete dieser Methoden hochinteressant sind. So baute ich dann in meiner Masterarbeit einen Roboter, der autonom seine Umgebung erkundet und kartiert und dabei zusätzlich zur Selbstlokalisierung von einer Überwachungskamera geortet wird, die ihn anhand eines Schachbretts erkennt.

Arbeit

Ich hatte im Verlauf des Studiums an allen Instituten des Studiengangs Hiwi-Verträge und nutzte so die Chance in deren Arbeiten Einblicke zu erhalten. Nach meiner Vertiefung in der Photogrammetrie entschied ich mich nach dem Master, diesen Bereich noch weiter zu fokussieren, was in meiner momentanen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Photogrammetrie und GeoInformation resultierte. Zurzeit beschäftige ich mich dort mit der 3D-Rekonstruktion aus Bildern, die ein Quadrokopter aufnimmt. Die Bilder sollen schon während des Fluges dazu genutzt werden, dessen Position und Orientierung laufend zu bestimmen und ein 3D-Modell seiner Umgebung zu erstellen – sozusagen ein fliegender Vermessungsroboter. Zuletzt war ich 4 Monate an einer Uni in Rio de Janeiro wo sich ein Projekt zur Untersuchung von Hangrutschungen mithilfe von Quadrokopter-basierter Photogrammetrie ergab.